www.walter-linse.de › Die Verschleppung

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Wie die Verantwortlichen innerhalb des MfS zu dem Entschluss kamen, Linse in die DDR verschleppen zu lassen, ist unklar. Auch über die Motive weiß man nichts und ist stattdessen auf Spekulationen angewiesen. Das vorliegende Material legt den Verdacht nahe, dass man im MfS wegen der allgegenwärtigen Furcht vor »Spionen« und »Diversanten« das man sich von ihm machte, glaubwürdiger war als die Wirklichkeit. Mit dem Verbrechen wurde Paul Marustzök beauftragt, der ohnehin schon eine Bande anleitete, die mit allerlei Schmuggelgeschäften und Kidnappings beschäftigt war. Nach mehreren Versuchen, die abgebrochen wurden, weil Linse nicht wie erwartet erschienen war, tauchte er am 8. Juli 1952 um 7.30 Uhr endlich vor seinem Haus auf. Zwei der vier Verbrecher schlugen ihn nieder. Linse flüchtete zu einem »Taxi«, in dem jedoch die beiden Komplizen warteten. Sie zerrten Linse in den Wagen und fuhren los. Ein Lieferwagen nahm sofort die Verfolgung auf, wurde aber aus dem »Taxi« heraus beschossen. Im Wagen rang Linse mit den Tätern und wurde mit zwei Schüssen in das Bein kampfunfähig gemacht. Mit Hochgeschwindigkeit verschwand das Auto mit den Verbrechern und Linse in der DDR. In Ost-Berlin begann man sofort mit dem Verhör des Verletzten und quälte ihn in den folgenden Wochen und Monaten in tschekistischer Manier. Zusätzlich platzierte man einen weiteren Gefangenen in Linses Zelle, der ihn ausforschte und Berichte über die Gespräche schrieb. Und als wäre das noch nicht genug gewesen, belauschte man per Mikrofon die (Selbst-)gespräche in der Zelle. Irgendwann war Linse dann soweit, dass er alles erzählte, was er über den UFJ wusste und noch viel mehr. Er wurde an den sowjetischen Geheimdienst übergeben, erneut verhört und gequält und schließlich von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt. Man brachte ihn nach Moskau, wo er am 15. Dezember 1953 hingerichtet wurde. Weiter

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